Gästeführerverband Wiesbaden e.V.

Kurhaus

KulTour & Mehr lädt ein zu einer deutsch-russischen EntdeckungsTour am 14. Mai 2017

Russland in Wiesbaden - Griechische Kapelle und Russischer Friedhof

Seit 1855 erheben sich aus traurigem Anlass über Wiesbaden die ersten goldenen Kuppeln einer russischen Kirche in Südwestdeutschland. Schon bei der Einweihung wurde der Wunsch geäußert, dass bei der Kirche ein Friedhof angelegt werde. Im Ausland zu sterben und nicht nach orthodoxer Sitte begraben zu werden, war für viele Russen ein unerträglicher Gedanke. Zunächst für 200 Gräber gedacht, musste der Friedhof mehrfach erweitert werden. Etwa ein Drittel der 800 Beisetzungen erfolgte vor 1917. Angehörige des Zarenhauses und des russischen Hochadels, Militärs, Diplomaten und Geistliche fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Nach der Revolution waren es hauptsächlich Emigranten, Exilrussen und "displaced persons". Der Gang über den Friedhof ist auch ein Gang durch die russische Geschichte - von Napoleon bis Gorbatschow. Das prominenteste Grab: Alexej von Jawlensky ( 1941).

Die EntdeckungsTour unter der Leitung von Rainer Niebergall startet
am Sonntag, den 14. Mai 2017, um 15.00 Uhr
auf dem Vorplatz der Russischen Kirche auf dem Neroberg.
Sie dauert etwa 2 Stunden. Die Teilnahme kostet 10,00 Euro (einschließlich Eintritt in die russische Kirche).
Karten sind vor Ort zu haben, Reservierung unter Telefon 0611 507427.

Von Dichtern und Dampfrössern - Das Wiesbadener Dichterviertel und der neue Hauptbahnhof

Montag, 1. Mai 2017, 15.00 Uhr

Als im Jahr 1899 die Planungen für eine neue Elementarschule im Süden der Stadt einsetzten, zählte die Stadt Wiesbaden etwa 86.000 Einwohner und wuchs unaufhaltsam. Binnen 15 Jahren hatte die Stadt ihre Einwohnerzahl um gut 30000 gesteigert. Jenseits der bereits 1871 geplanten und genehmigten, aber erst ab 1890 realisierten Ringstraße waren mit dem Feldherrenviertel und dem Rheingauviertel bereits zwei neue Stadtviertel entstanden. Die Anlage des Gutenbergplatzes 1900 bildete den Auftakt für die Eröffnung eines weiteren neuen Wohnviertels für den gehobenen Mittelstand. Die Straßen wurden gemäß den Grundsätzen des malerischen Städtebaus unregelmäßig angelegt und nach Dichtern benannt - so entstand das "Dichterviertel". Während die Wohnbebauung stark vom Jugendstil beeinflusst ist, sind die Großbauten am Kaiser-Friedrich-Ring dem wilhelminischen Neobarock verpflichtet, so das Landeshaus und der neue Hauptbahnhof, der vor 111 Jahren eröffnet wurde.

Die EntdeckungsTour mit Rainer Niebergall startet am Sonntag,
den 1. Mai 2017, um 15.00 Uhr vor dem Landeshaus (am Kaiser-Friedrich-Ring).
Sie dauert etwa 2 Stunden und endet am Hauptbahnhof.
Die Teilnahme kostet 8,00 Euro.
Die Karten sind vor Ort zu haben; Reservierungen werden unter der Telefonnummer 0611 507427 gerne entgegen genommen.

KulTour & Mehr erkundet das Rheingauviertel

Von üppigen Fassaden und schlimmen Wohnungsnöten - Eine EntdeckungsTour im Wiesbadener Rheingauviertel

1885 erreichte die Bebauung der Rheinstraße die Linie der 1871 genehmigten, aber nicht ausgeführten Ringstraße. Die Phase der Stagnation war überwunden. Wiesbaden zählte 55.000 Einwohner und wuchs - mit Macht. An der neu angelegten Ringstraße entstand nach den Plänen von Johannes Otzen die Ringkirche als dritter evangelischer Kirchenbau der Stadt. Nicht lange stand sie isoliert auf der Außenseite des Kaiser-Friedrich-Rings. Im Bereich "An der Ringkirche" entstanden Mitte der 1890er Jahre erste Mietshäuser. Es folgten die Planungen für ein ganz neues Stadtviertel für eine gehobene Mieterschaft nach den Prinzipien des malerischen Städtebaus. Renommierte Architekten der Stadt arbeiteten im Rheingauviertel und versuchten den Spagat zwischen historistischer Bauweise und den neuen Ausdrucksformen des Jugendstils - mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Als 1908 eine Immobilienkrise das Wiesbadener Baugeschehen abwürgte, lagen ganze Baublöcke noch brach. Knapp 20 Jahre später kam es zur Fortsetzung, nun getrieben von einem eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Der kommunale Wohnungsbau der Stadt fand überzeugende Lösungen, sowohl in Zeiten üppiger Einnahmen als auch in den letzten Jahren der Weimarer Republik, als diese Einnahmen aus der Hauszinssteuer entfielen

Die EntdeckungsTour unter der Leitung von Rainer Niebergall startet
am Sonntag, den 30. April 2017, um 15.00 Uhr vor dem Haupteingang der Ringkirche (zur Straße "An der Ringkirche").
Sie dauert etwa 2 Stunden und endet am Bauarbeiterdenkmal am Loreleiring.
Die Teilnahme kostet 8,00 Euro.
Die Karten sind vor Ort zu haben; Reservierungen werden unter der Telefonnummer 0611 507427 gerne entgegen genommen.

Kurhausorgel - Offene Orgel + Konzerte

Tage der offenen Orgel


05.06.2017 Pfingstmontag, 15:00 - 18:00 Uhr

Sonderkonzert
in Kooperation mit der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e.V

05.11.2017 Sonntag;

Die Sammlung Maria Sibylla Merian im Museum Wiesbaden

13 Jan - 9 Jul 2017

Bereits als Kind begann die Frankfurter Bürgerstochter Maria Sibylla Merian (1647-1717) im elterlichen Garten die Natur zu erforschen. Auf Basis ihrer Beobachtungen gelangen ihr Entdeckungen, die sie bereits zu Lebzeiten berühmt machten und heute noch faszinieren, darunter die Verwandlung der Raupen zu Schmetterlingen. Dank einer vielseitigen Ausbildung und einem großen künstlerischen und wissenschaftlichen Talent konnte Merian der Aufklärung Vorschub leisten und besonders der Biologie wichtige Impulse verleihen.

Entomologie und Ökologie standen auch im Zentrum ihrer Forschungsreise nach Südamerika von 1699 bis 1701. Nach der Rückkehr schuf sie ein bis heute bekanntes und geachtetes Werk zur Metamorphose der Insekten. Die Kabinettausstellung der Naturhistorischen Sammlungen präsentiert daraus Tafeln mit den von Merian gesammelten und erworbenen Tieren, die seit 1829 in Wiesbaden kuratiert werden und heute zu den bedeutendsten Schätzen des Museums zählen.

http://www.museum-wiesbaden.de