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In der Römerzeit erlebte die Stadt eine über 400 Jahre währende friedliche Entwicklung: Thermen wurden gebaut und die Kaufleute errichteten eine „Schola“, ein Zunfthaus. Durch Epigramme des Dichters Martial wurde „Aquae Mattiacorum“, wie der Ort in der Römerzeit hieß, auch in der Literatur und im ganzen römischen Weltreich bekannt. Aus dem Sinter, den schwefelhaltigen Ablagerungen des Thermalwassers, wurde ein wichtiger Exportartikel gewonnen: die sog. „mattiakischen Kugeln“, die als Haarfärbemittel sich großer Beliebtheit bei den Römerinnen und Römern erfreuten.